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Last update :
01 August 2010
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GESCHICHTLICHER URSPRUNG |
Im Laufe seiner tausendjährigen Geschichte war das Land Luxemburg mit der gleichnamigen Hauptstadt, einer gewaltigen Festungsanlage, dem ,Gibraltar des Nordens", auf Grund seiner geostrategischen Lage im Herzen Europas öfters Zankapfel der Großen.
Am 7. Juni 1795 ergab die Festung Luxemburg sich den französischen Revolutionstruppen, und am 1. Oktober wurden die österreichischen Niederlande, zu denen Luxemburg gehörte, von Frankreich annektiert. Nachdem das französische Kaiserreich zusammen gebrochen war, arbeitete der Wiener Kongress an einer Neuordnung Europas. Er schuf unter anderem das Großherzogtum Luxemburg und verlieh es König Wilhelm I. der Niederlande als persönlichen Besitz. Der König-Großherzog zögerte nicht die luxemburgischen Lande als 18. Provinz seinem Königreich einzuverleiben.
Im Zuge der damaligen Umstrukturierungen bereiste der Direktor der holländischen Kavallerieschule von Delft Luxemburg, um sich über den Zustand der hiesigen Pferdezucht zu informieren.
Das Schloss von Walferdingen.( siehe Bild )
In den Jahren 1824-1826 wurden die Gebäude von der holländischen Verwaltung als königliches Gestüt errichtet. Die Baukosten betrugen 114.711,11 Gulden. Das Gestüt wurde für 40 Hengste eingerichtet, zählte nie mehr als 28 Tiere, trotz Ankaufs von mehreren englischen Vollbluthengsten. Die Gebäude des Schlosses von Walferdingen vor den Toren der Hauptstadt gelegen, bestehen noch heute und werden als Außenstelle der Universität von Luxemburg genutzt.
Die Verantwortlichen erhofften sich vom Walferdinger Gestüt einen günstigen Einfluss auf die Luxemburger Pferdezucht doch der Erfolg blieb aus. Die Ackerbaukommission machte sich im Jahre 1830 zum Sprachrohr der unzufriedenen Luxemburger Züchter. < Die Produkte des Gestüts von Walferdingen dienen ausschließlich als Reitpferde, wohingegen der Landwirt den Kaltblutpferden den Vorzug gibt, welche er in seiner landwirtschaftlichen Tätigkeit ab dem Alter von 2-3 Jahren nutzen kann. Die Produkte des Gestüts jedoch können erst ab dem Alter von 5 Jahren genutzt werden >.
Fest steht jedoch, dass der Pferdehandel damals einen großen Aufschwung kannte. Der Luxemburger Landwirt bot schleunigst den vielen ausländischen Händlern die von englischen und französischen Hengsten geborenen Fohlen feil und machte gute Geschäfte. Doch für die einheimische Zucht blieb abermals recht wenig übrig. Die belgische Revolution von 1830 machte diesem unseligen Unterfangen, holländische Militärpferde auf Kosten der Luxemburger Landwirtschaft zu züchten, ein jähes Ende. Das Walferdinger Gestüt wurde geschlossen und die Vatertiere zum Gestüt von Tervueren / Brüssel überführt.
So darbte die einheimische Reitpferdezucht dahin und es sollte bis zum 17. März 1921 dauern, bis der erste Pferdezuchtverband überhaupt in Luxemburg gegründet wurde unter der Bezeichnung < Zuchtverband des belgischen Kaltblutpferdes >, ein Zuchtverband, welcher den bäuerlichen Vorstellungen der damaligen Zeit entsprach.
Mit der Einfuhr von Stuten und Hengsten verschiedener Rassen wie Reitpferde und Kleinpferde wurde am 8. Dezember 1970 in Mersch die Föderation der Luxemburger Stutbücher als landwirtschaftliche Genossenschaft gegründet. Diese Föderation war in drei verschiedene Abteilungen untergliedert: Ardenner Kaltblutzucht, Reitpferdezucht sowie Kleinpferde- und Ponyzucht.
Die am 11. März 1991 mit dem Stutbuch Zangersheide vereinbarte Kooperation bedeutete für die Reitpferdezucht in Luxemburg einen vorher nie gekannten Aufschwung. Diese Zusammenarbeit wurde am 31. Dezember 1999 mit der Anerkennung des Stutbuchs Zangersheide in Belgien als selbständiges Stutbuch beendet.
Im Jahre 1999 wurde die landwirtschaftliche Genossenschaft , Föderation der Luxemburger Stutbücher" aufgelöst. In der Folge wurden die ehemaligen Abteilungen in unabhängige Vereinigungen ohne Gewinnzweck neu gegründet. (Gesetz vom 21. April 1928, abgeändert durch das Gesetz vom 4. März 1994). Die somit gänzlich autonomen Stutbücher gründeten eine neue Föderation auf derselben Basis.
Die Statuten des , "Stud-Book Luxembourgeois du Cheval de Selle (S.C.S.L.)" wurden am 27. Januar 1999 von der Mitgliedervollversammlung gutgeheißen.
Das Brennen der Fohlen mit dem Zeichen ( L ), durchgeführt zu Beginn der neunziger Jahre, wurde vom europäischen Markenamt am 4.Oktober 2000 in Alicante (Spanien) unter der Nummer 001116011 gutgeheißen, und ist somit auf europäischer Ebene bis zum 23. März 2009 rechtlich geschützt |
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